Mittwoch, 1. November 2017

Im Wandel. Auf den Tag genau fünf Jahre.

Auf den Tag genau fünf Jahre ist es heute her, dass ich mich selbstständig gemacht hab: 1. November 2012. Ich hab einen Tiger gepostet, "Here I come" dazugeschrieben, meine Homepage online gestellt, einen riesen Übersetzungsauftrag (ein Buch über Baumpflege aus dem Amerikanischen ins Deutsche) begonnen, voller Elan die ersten Schüler betreut und mich im Büro eingerichtet.

Und jetzt?
Jetzt sind andere Dinge wichtiger geworden. Man entwickelt sich, verändert sich, lässt zurück und ordnet neu. Ich hab mich selbst ein bissl überlisten müssen, sodass das Loslassen nicht so schwer war, aber es hat gut geklappt. Zugleich wächst ja was ganz anderes, noch viel größeres in mir und fordert meine Kraft, meine Energie, meine Liebe und Hingabe. Gut so.

Ich möchte ein großes DANKE hinausschicken in die Welt - an die Menschen, die an mich geglaubt haben, mich unterstützt haben, die mir vertraut haben und mit mir ein Stück dieses Weges gegangen sind. Ich hab wirklich viel gelernt.

Vor fünf Jahren war ich bereit, hinauszugehen, "Here I come" zu sagen und mich in die Arbeit zu stürzen. Und heute bin ich bereit, "Here I go" zu sagen, ohne Tiger, ohne Businessplan und Time Table. Ob's mir fehlen wird? Jeden Tag ein bisschen weniger. Ich bin jetzt woanders. Ich bin im Zauberwald. Ich bin im Wandel.


Donnerstag, 1. Juni 2017

Something new. Pünktchen on the way.

Ich möchte euch gern etwas erzählen. Was Schönes. Ich möchte gerne etwas mit euch teilen, mit euch, der Community, mit den Menschen, die über die Jahre Anteil genommen haben am Werken und Schaffen von Gernot und mir; die mit uns mitgegangen sind, sich unsere Texte durchgelesen, unsere Bücher gekauft, unsere Bilder angesehen und unsere Konzerte und Piano Nights besucht haben; mit den Menschen, die da waren und mitgekommen sind, sei es durch ein "Like" auf Facebook, das Teilen eines Beitrags, oder einfach durch die Energie ihrer Begeisterung für etwas, das jemand anderer erschaffen hat - durch die Mit-Freude am Leben.

Wir machen jetzt etwas Neues ... it's time for another adventure:


PS:
Aus dem Alltag von werdenden Eltern, die Musiker sind:

A: "Nächste Woche ist die erste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung..."
G: "Jazz- oder Precision-Bass?"

:-D


Mittwoch, 12. April 2017

Abschied vom Klavier.


Heute wurde das Klavier in meinem Elternhaus abgeholt. Es soll Platz werden für Neues. Ich war noch dort, und hab ein letztes Mal darauf gespielt. Das ist, was dabei in mir los war:

Abschied vom Klavier.

Noch einmal dort zu sitzen und dem Klang der Töne nachzuspüren, dieser ganz eigene Klang, der mich mein Leben lang begleitet hat, seit ich auf der Welt bin und zuhören kann. Noch einmal diese Tasten anzuschlagen, die schwergängigen, mit Kraft. Spüren, wie die Tränen kommen, die Tränen über all die verlorene Liebe, die ich dort betrauert habe.

So viel hab ich gelernt, während ich auf diesem Hocker saß. Über Geduld, vor allen Dingen. Übers Dranbleiben, übers Weitermachen, übers Nicht-Aufgeben. Ich habe gelernt, sitzenzubleiben, mich zu konzentrieren, auf eine Sache. Ich habe gelernt, loszulassen und die Musik zu mir kommen zu lassen, während rund um mich die Dunkelheit war. Ich habe gelernt, dass mich Musik heilen kann, dass ich mich selbst heilen kann, dass ich eine Ausdrucksmöglichkeit habe, die ohne Worte ist. Ich habe dort gesessen, wohl zu jeder Tageszeit einmal, zu jeder Nachtzeit, in jedem Zustand meiner Seele – und es war immer dasselbe Gefühl. Es war das Heimkommen, das Geborgensein, und die Möglichkeit, mir diese Geborgenheit selbst zu erschaffen. Dort zu sein, in diesem Winkel meiner Welt, mit diesem Klavier, in meinem Zuhause, wo ich aufgewachsen bin, hat mich geerdet, runtergeholt, mir Hoffnung gegeben und mich weitergetragen, egal, wie sehr rund um mich alles in Trümmern lag.

So bewusst von etwas Abschied zu nehmen, das bedeutet, dass sich wirklich etwas verändert, wirklich etwas tut da draußen, selbst wenn man sich dagegenstemmt und die Zeit anhalten will; dass ich nichts festhalten kann, nichts behalten darf, sondern alles im Leben nur geborgt ist. Und damit geht ein Gefühl des Respekts einher – vor den Dingen und den Menschen, ihren ganz persönlichen Geschichten, ihren Beweggründen und Motiven.

Was bleibt, ist die Erinnerung – an die Nachmittage, als Papa neben mir saß und mit mir übte; mir immer wieder geduldig die Tonfolgen vorspielte, mich verbesserte, mir Tipps gab und Hinweise, bis es klappte. Debussy. Mozart. Brahms. Schubert.
Was bleibt, ist die Erinnerung – an die Abende, als ich alles verdunkelte, allein zu Hause war, und mich einfach hineinfühlte, hineinhörte in das, was die Klänge zu mir brachten.
Was bleibt, ist die Erinnerung – an Weihnachten oder an ganz normale Sonntagvormittage, als Papa dort spielte, für sich, für uns, für die Musik.
Was bleibt, ist die Erinnerung an all das.
Was bleibt, ist ganz große Dankbarkeit. 


Freitag, 2. Dezember 2016

Random Thoughts aus der Zwischenwelt.

Ein Mittwochabend im November. Ein alter Kinosaal, man versinkt in den gemütlichen Sitzen, ganz voll mit Menschen. Ein Film, dessen Produzenten man kennt. Ein Werk, man glaubt gar nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt; wie viel Zeit. Großer Respekt. Herzliche Wünsche. Und am Ende ein Song. Ich kenne ihn. Ich weiß, wie er entstanden ist. Ich war dabei. Und ihn dann zu hören, in diesem Kinosaal, ihn zu SEHEN ... und den Mann neben mir sitzen zu haben, der ihn geschrieben hat, ihn aufgenommen, ihn eingespielt und eingesungen hat ... aus sich heraus hinaus auf diese Leinwand, in diesen Film hinein ... es war neu. Und vor allem: Sprachlos. Ganz besonders.

Gernot Blümel - "Hear the Silence": http://www.gernotbluemel.com/my-music
"Der Klang der Stille": https://www.facebook.com/thesoundofsilencemovie/?fref=ts

Ein Freitagabend, irgendwann, immer wieder. Eine Art Rückkehr. Die Bar. Ein Klavierspielkleid, meistens schwarz. Unterm Klavier die Schuhe ausziehen. Alles ausblenden - die Gespräche, die Kaffeemaschine, den Cocktailmixer, alles. Ich reise aus allem, was ich im Laufe einer Woche getan habe, zurück zu mir selbst. Zu der Ordnung der schwarzen und weißen Tasten. Zu dem Einzigen, das keine Worte hat und keine Worte braucht. Ich fließe hinein ins Instrument, und heraus kommt ... Loslassen, Entspannung, Weite.

Meet me there:
Freitag, 2. Dezember 2016
Freitag, 16. Dezember 2016
Montag, 26. Dezember 2016
Ab 20:30h in der Linsberg Asia Pianobar, Bad Erlach.




Dienstag, 15. November 2016

CHAOS.

Zuerst war da eine Idee. Finn war der erste der Helden, die nacheinander aufgetaucht sind. Finn und Aurora. Und dann kamen David und Nika. Den Zauberer, David, konnte ich immer sehr gut vor mir sehen. Die Zerrissenheit, seine Entwicklung. Finn hatte den weitesten Weg von ihnen allen zu gehen. Aurora war neu in der Welt der Wesen. Und Nika bekam erst ganz zum Schluss eine wirklich große Aufgabe.
Und dann die Welt. Nîm ist wie eine Parallelwelt zu unserer, unsichtbar für den Menschen, sichtbar für jedes Wesen mit magischen Fähigkeiten. Mit der Zeit entwickelte sich auch die Mission, der Sinn der ganzen Geschichte. Und immer wenn ich dann ein neues Kapitel schrieb, ergab sich alles wie von selbst. Am Ende schloss sich der Kreis.

Dann die Testleser, meine Helden in der wirklichen Welt. Dann das Überarbeiten. Und dann musste ich's mal liegenlassen. Und dann das Cover - für immer mein Dank an Gernot, der es gezeichnet und designt hat, der Geschichte ein Kleid gab, einen Umhang, eine wunderschöne Hülle; der sie nach außen trug. UND - der den Epilog schrieb. Leute, das wird euch umhauen.

Und auf einmal... auf einmal sind sie da. 25 Bücher, Taschenbuchformat, jedes mit seinen 387 Seiten, dem matten Cover, dem cremefarbenen Papier. Auf einmal sind sie da, in einer großen Schachtel, sodass ich sie kaum alleine heben kann. Auf einmal sind sie da, und die Geschichte, alles ist real geworden und hat sich zu einem Ganzen zusammengefügt. 

Willkommen zu Hause, "CHAOS - Eine Geschichte aus Nîm". 
Und zugleich: Willkommen in der Welt. 

Ich danke von Herzen jenen, die an mich glauben; und jenen, die mich inspiriert haben.


Samstag, 11. Juni 2016

Ein gehaltenes Versprechen. Morgengabe.

Heute etwas sehr Intimes.

Als mir vor mittlerweile schon sehr vielen Jahren in den Sinn kam, dass ich ja womöglich einmal heiraten könnte, beschloss ich, dass ich dann "als Ausgleich" ein Klavier haben wollte. Das hab ich auch immer so kommuniziert - und mit der Zeit wurde eine Art Running Gag draus.
Bis mich der Mann fand, der mich ernst nahm. Weil er mich verstand.

Und er versprach mir zu unserer Hochzeit (und das ist übernächste Woche tatsächlich schon ein ganzes Jahr her!), dass er mir ein Klavier schenken würde.

Vor ein paar Wochen bekam ich dann die Möglichkeit, zum ersten Mal wieder ein paar Tasten auf einem echten Klavier anzuschlagen - und das Verrückte war, da bemerkte ich erst, wie sehr es mir gefehlt hatte. Mehr als ein Jahr hab ich das nun einfach nicht angeschaut, dieses Gefühl, nicht beachtet, nicht registriert. Als die Bar-Piano-Geschichte im Linsberg Asia zu Ende ging, war auch das Klavierspielen aus meinem Leben fort. Bis zu diesem Tag.

Manchmal ist es tatsächlich so, dass man nicht merkt, wie sehr einem etwas fehlt, bis es einem jemand zeigt. Dafür haben wir auch die richtig Guten in unserem Leben, die echten Menschen, die das können und die es aus tiefstem Herzen gut mit uns meinen. Weil sie uns lieben.

Und mit heute sind also zwei Dinge wahr geworden - ein Wunsch, vor sehr langer Zeit in die Welt geschickt, und ein Versprechen, das eingelöst worden ist.

Dieses DANKE geht hinaus in die Welt - und hinüber zu dem Mann, der meine Welt ist.





Montag, 6. Juni 2016

Wir schauen...

...viel zu wenig Dinge lange genug an. Und wir schauen eigentlich nirgendwo mehr richtig hin. Aber das sollten wir. Und darum hab ich begonnen, Wörter zu sammeln. Das ist nichts Neues bei mir, Wörter sammle ich schon immer. Aber ich finde, manche Wörter kann man schon in Szene setzen. Und das tu ich hiermit. Außerdem wird es Zeit, diesen vertaubten Blog zu reanimieren. Denn ich hab heute gelernt, dass man rausgehen muss mit dem was man sich denkt - und zwar mit den kleinen Dingen. Und dann - plopp - werden sie irgendwann groß.

#foundinthestreets I

 Lange Gasse, ca. Nr. 20, Vienna

 Arena Wien

 Arena Wien

 Arena Wien 

Ok, das ist von Visual Statements. Aber es ist zu gut, es nicht mitzunehmen.

Mittwoch, 9. März 2016

Das Zeilengedicht.

Vor vielen Jahren hab ich dieses Gedicht geschrieben. Und irgendwie - ist heute der richtige Tag dafür.


Bei mir darfst du auch traurig sein


Wenn der Kaffee kalt werden wollte
und trotzdem die Sonne scheint – am Morgen danach,
dann steh ich vielleicht mit dir auf
und frage Gott, wohin er unsren See verbannte
in dem sie der Traum zweier Lieben spiegelte
- widersprich mir nicht!
Das karierte Papier auf meinem Kopfpolster
war ein früher Versuch, zu fliegen, ein Kranich...
Doch als ich sprechen lernte, und schweigen,
zog es dich fort und ich blieb allein.
Ich zerbrach die Verbindung zum Himmel
und schrieb ein Gedicht in den Sand,
als das Licht sich brach an der Vase
floß doch Blut über meine Hand.
Wenn ich dann einsam wo stehe
und dich frage, wohin es dich treibt,
so denkt Gott an die Fische
und streicht mit der Hand übers Meer.
Der Mond sprang silbern und tränennaß
aus meinem Herzen in deine Hand.
Dazwischen lang die zerflossene Rose,
die ich nie wollte, doch die ihm gefällt.
Im Denken und Gehen verblieb ich
mit einem Ring und einem Gedicht,
und als ich sagte, bring mir meinen Mantel,
verstand mich niemand und ich verschwand.
Werde an anderen Orten glücklich,
sagte der Vogel zum Riesen
und zum Abschied küßte die Schlange
meinen Fuß und bald war ich tot.
Und dennoch lebte ich weiter,
denn du dachtest an mich.
Die CD´s und die Stifte wanderten vielleicht
wie dieser liebe Gedanke weit fort,
und nahmen die Musik, die Worte mit sich,
und wollten, daß sie vergessen werden, doch ich
holte mein Schmetterlingsnetz und fing sie ein.
In meinem Haar klebt der Morgentau
und morgen weckst du mich dann auf.
Als ich meine Notenblätter mit dem Wind
und meine Lieder in den Himmel ziehen ließ,
wollte ich mitfliegen, doch nur mein Seidentuch...
Ich wachte nicht auf, als du mich riefst,
denn ich kannte meinen Namen nicht.
Und als ich letztendlich doch wer andrer war,
gab ich auf und wandte mich langsam ab.
Verzeih mir, sprach der Riese,
und stieg mir von der Brust.
Ich lachte nicht.
Doch wenn du zu mir kommst,
mußt du nicht fröhlich sein.
Sei du – das genügt.
                                                                                                                     - Sa, 19.2.2000 -

Dienstag, 2. Februar 2016

Und die Zukunft...

...die kenne ich nicht. Aber das macht nichts, sie ist noch nicht da. Ich bin hier, im Jetzt, in meinem Leben und das ist gut so. Ein Wort, ein Traum, ein Wunsch... und eines nach dem anderen. Darf ich einfach sein, einfach da sein und schauen. Das ist das Gute, Wahre und Richtige. Und es macht nichts. Es ist einfach da. Und ich auch.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Was ich uns allen wünsche.

Ein neues Jahr und wir wissen nicht, was kommt. Ein neues Jahr, an das wir Wünsche haben, in das wir Hoffnung legen, ein neuer Tag. Ein neues Jahr mit vielen Möglichkeiten, dem Gefühl, neue Wege gehen, neue Schritte tun zu können. Ein neues Jahr. 

Was ich uns wünsche.
Leichtigkeit; federnden Schrittes und erhobenen Hauptes hinüberspazieren und annehmen, was da kommen mag. Guten Mutes sein; die Schatten ablegen, hinter sich lassen und das Neue mit offenen Armen und wachem Blick empfangen. Einfachheit; alte Strukturen und Denkmuster loslassen und sich auf den Sinn fürs Wesentliche konzentrieren. Glauben; weil Glaube wichtig ist, gerade in Zeiten wie diesen. Frieden; innen und außen. Wärme; genug Holz zum Heizen und genug Herzenswärme. Fröhliche Gelassenheit, wenn gerade mal nichts anderes hilft. Stille und laute Zeiten. Gesundheit. Feuerwerke und Herzschlag. Tanzschritte am Parkett des Lebens. Gute Worte, Aufmerksamkeit, Geduld und Loslassen. Klarheit. Guten Kaffee. Gute Gespräche. Das Gute überhaupt.
Und über alledem: Die Liebe, die uns durch die Zeiten trägt.


Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachten.

Ein neues Weihnachten kommt heran. Wir legen die Arbeit nieder und kehren heim. Wir lassen das Alte los und finden das Neue noch nicht. Wir hören auf, herumzulaufen und beginnen, nach innen zu schauen, während wir mit Geschenkpapier rascheln und nach den richtigen Worten suchen, die wir  unseren Lieben schreiben wollen. Noch ist alles Äußere wichtiger, doch langsam, Stunde um Stunde, kehren wir nach Hause zurück und werden ruhiger. Das Draußen spielt nicht mehr so eine große Rolle, drinnen leuchten wir mit Kerzenschein in die Winkel unseres Jahres, schauen es an, lächeln über dies, lassen jenes zurück - machen unseren Frieden.
Es duftet schon nach Tannenzweigen. Es wird Zeit...

Sonntag, 29. November 2015

The Sea. (Mauritius in November)

The sound
of the waves
and the sand
under your feet

The eternity
of the water
and the taste
of salt in your mouth

The quiet
and the storm
soft rainfall
and soft wind

The heart
beats slower
you move
without haste

Your thoughts
trail off
and every moment
counts

Your mind
is at rest
you grow into
the world

And then you go home
again
The time
at the sea
is never enough

But it will get you through
winter. 


Sonntag, 18. Oktober 2015

Gehäkeltes. Über die Jahre.

Ich finde häkeln entspannend, meditativ und angenehm. Und so, naja, läppert sich's über die Jahre. :-) Hier ein paar ganz besondere Stücke. Jedes bekommt eine Geschichte, jedes ist einzigartig.
PS - Ich kann eigentlich nur Granny Squares. Da lässt sich aber schon viel damit machen! - Und, seit neuestem, Fünfecke! :-D

Hier das Werk für meine Schwester, als sie ganz dringend was schön Warmes und Buntes brauchte. (2014)

Ähnliche Farben, trotzdem ganz anders. (2014)

Ein Hochzeitsgeschenk - 6 Monate Arbeit, eine riesen Freude und echt edel (2015)



Zwei Bälle für mein Taufkind - na da war ich stolz, als ich raushatte, wie man die Fünfecke zusammenhäkeln, sodass sie einen Ball ergeben! (2015)

Und hier noch ein Schal für meinen Liebsten (2014)

Ein Werk von 2012 oder so - sehr schön und groß und weich, aber beim großen Umherziehen aus unerfindlichen Gründen kaputtgegangen...



Freitag, 18. September 2015

News-Update!

Herzlich Willkommen zum News-Update von "Fairywood Productions"!

Dass der Sommer zu Ende geht, bedeutet, dass bald ein buntes Herbstprogramm startet - damit uns und euch nicht langweilig wird! :-)

* Big Jay & die Groovepartei & The Horns of Hell (Gernot on Guitar!) treten dieses Jahr noch zwei Mal auf - das wird wieder ein Spaß!
Samstag, 10. Oktober im Local in Wien http://www.local-bar.at/veranstaltungen.html - Beginn: 21 Uhr!
Samstag, 7. November im SUB in Wr. Neustadt www.sub.at (Support: "All Systems Red") - Beginn: 19:30 Uhr!

* Astrid schreibt noch immer Fantasy - und die Geschichten-Liste wird immer länger!
Nach wie vor zum Gratis-Download unter http://www.astridfee.com/geschichten-download

* NEW & INCREDIBLY GOOD MUSIC by Gernot Blümel - da gibt's ordentlich was auf die Ohren!
Schaut's vorbei auf https://soundcloud.com/gernotbluemel/ - mein aktueller Lieblingssong: "You lift me up" - reinhören, genießen, rocken!

* Es gibt noch Plätze bei Astrid Fee - "Wort & Schrift" für die gern gebuchten Specials "English via Skype" (http://www.astridfee.com/special-english-via-skype) & "Kaffeehaus Conversation" (http://www.astridfee.com/special-kaffeehaus-conversation-fuer-erwachsene) für alle, die ihr Englisch in gemütlicher Atmosphäre und ganz stressfrei aufbessern wollen. Natürlich ist mein Übersetzungs- & Lektoratsangebot ebenfalls noch aktuell!
Ich freue mich über Anfragen unter astridfee@gmx.at!

* Karl Blümel hat für seinen Foto-Workshop "Einstieg in die digitale Spiegelreflexfotografie" am Samstag, 14.11. noch Plätze frei!
Mehr Infos unter: http://www.karlbluemel.com/fotokurs-einstieg-in-die-digitale-spiegelreflexfotografie/
Infos & Anfragen unter info@karlbluemel.com

* Und Gudrun, unsere Vintage-Mode-Elfe, betreibt ihre Boutique "new:vintage" (Vintage-Mode aus London, aktuelle Marken, Schmuck, Möbel, Einrichtungs- & Dekogegenstände) nun auch schon seit über einem Jahr! Nach einer erfolgreichen Geburtstagsfeier am 5. & 6. September gibt es im Herbst nun viele Neuerungen, z.B. "new:vintage VIP Private Shopping" - das ganze Geschäft nur für Dich & Deine Freundinnen allein, und das "Rent my Shop"-Konzept - ihr habt die Ideen, wir geben euch den Platz dafür, um diese umzusetzen!
Für mehr Infos, schreib einfach an GudrunB@gmx.at, ruf an (0650/411 99 39) oder schau auf facebook https://www.facebook.com/gudrunbluemelnewvintage oder direkt im Geschäft vorbei!

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und würden uns freuen, den einen oder anderen (oder gleich ganz viele von euch!) bei unseren Veranstaltungen zu sehen!

Astrid

Montag, 17. August 2015

Long time, no see - but Bilderrahmen.

In den Mittagsstunden eines zu Hause verbrachten Urlaubs (Rückzug zum Quadrat - it was paradise!) bin ich aus der Hitze geflüchtet und hab mich über ein paar Bilderrahmen hergemacht:


...aber das waren noch nicht alle:


...und noch ein paar im "Roses"-Stil:


I love this work. 

See you again soon!

Fee



Dienstag, 16. Juni 2015

Ein weißes Kleid.


Wenn man sich entschließt zu heiraten, denke ich, verändert man etwas im Gefüge der Welt. Man ist nicht mehr nur für sich allein verantwortlich, man übernimmt mehr Verantwortung, und im besten Fall mehr Leben.
In ein paar Tagen zieh ich mein weißes Kleid an, und die Schuhe und all das. Es ist alles vorbereitet, alles da. Wenn es soweit ist, bin auch ich soweit.

In meinem Leben habe ich immer davon geträumt, glücklich zu werden. Die echte, wahre, tiefe Liebe zu finden – oder von ihr gefunden zu werden. Ich weiß, nicht allen Menschen ist das beschieden, was mir zuteil wird. Da ist viel Glück dabei. Und Geduld. Und Dinge, die man oberflächlich zurückblickend vielleicht als eine Art Fehler bezeichnen würde, die aber trotzdem Stück für Stück dazu beitragen haben, dass ich werden konnte. Das war wohl der Weg. Und nun bin ich die, die ich bin. Und ich bin dort, wo ich bin, und das mit meinem ganzen Herzen. Das hab ich damals in mein Buch geschrieben: Sei mit deinem Herzen immer dort, wo du gerade bist. Heute bin ich das.

Das Kleid hängt in seiner Hülle im alten Zimmer meiner Schwester an einer Lampe, wie ein guter Geist. Ich werd mich einhüllen – mich und meinen Liebsten, der mich gefunden hat – in unsere Geschichte, in unseren Weg, in unseren Wandel im Gefüge der Welt. Und dann treffen wir uns, in der Kirche, die hinter dem Garten mit den Rosen steht.

Ich nehme an, es wird wohl anders sein, nicht als Gast, als Zuschauer, als Glückwünscher, sondern als Braut. Aber ich weiß eines, und das ist gut so: Ich darf ich selber bleiben, mit neuem Namen, die Fee, die Schriftstellerin, die Klavierspielerin, das Mädchen, die Übersetzerin, auch später noch, und immer.

Freitag, 22. Mai 2015

ABC Lounge Radio.

Kennt ihr den Radiosender ABC Lounge Radio? Solltet ihr. Besonders bei diesem Wetter.

http://abclounge.radio.at/

Mit Nizza, wo dieser Radiosender seinen Standort hat, verbindet mich viel. Und dieser Radiosender... nun ja, ich stell mir einfach vor, diese Musik läuft in einem Café an der Promenade des Anglais, ein modern eingerichtetes, aber sehr gemütliches Café, in dem Kaffee in riesigen, pastellfarbenen Tassen serviert wird, es gibt köstliche Kuchenstücke, kuschelige Sofas, hohe, zum Meer hin offene Räume... und man sieht das Mittelmeer in drei verschiedenen Blautönen über den grob-kiesigen Strand auf einen zurollen, die Sonne scheint. Ich stell mir dazu Sonnensegel vor, die sanft vom Wind gebläht werden, ich seh ein paar Vögel, die zwischen den Steinen nach Insekten picken...
... und könnte dann, mit dieser Musik und diesem Bild, der Regen draußen vielleicht doch einfach... Meeresrauschen sein?

Wer kommt mit dorthin?

Schönen Abend!

Fee.

Montag, 22. Dezember 2014

Weihnachten.

Langsam wird alles ruhiger. Das Laute erreicht mich nicht mehr, denn ich bin auf dem Nachhauseweg. Weihnachten ist nicht weiß, nicht hell, nicht dunkel und nicht golden. Dort, wo das Jesuskind in der Krippe liegt, ist der Brennpunkt aller Farben, das Leuchten der Zeit, die Hoffnung, die nicht vergeht.
Ich gehe in die Stille, in mich selbst hinein, hör mir zu, hör Dir zu, wie wir am Leben sind.

---

Hier noch, zum "Nachhören", die Weihnachtsgeschichte, die ich geschrieben habe, ich selbst, und die Gerd Anthoff gestern am späten Nachmittag auf ServusTV im Format "Adventgeschichten" vorgelesen hat.

http://www.servustv.com/at/Medien/Weihnachten/Das-Ende-der-Zeit

Frohe Weihnachten!

Dienstag, 16. Dezember 2014

Die anonyme Frau.

Wenn man so unterwegs ist in den letzten Tagen, da fühlt man sich manchmal wie in eine graue, miesepetrige Suppe gesetzt - die schlechte Laune und die Hektik der Menschen durchnässt einem geradezu das Gemüt, und man fühlt sich phasenweise versucht, aus vollem Hals zurückzuschreien, die Einkaufswagerl der anderen mit Schwung zur Seite zu schubsen, an der Ampel Vollgas auf die Hupe zu drücken oder einfach mal eine patzige Antwort zu geben.
Oder man schafft es vielleicht, es durchzulassen, an was Schönes zu denken, sich in eine Seifenblase zu setzen und durch die Massen hindurchzuschweben wie eine Schneekönigin oder ein Schmetterling im Spätsommer

Geht das aber nicht, kommt manchmal etwas anderes.

So wie gestern, als ich im Auto saß und endlich, endlich heimwärts fuhr, um das alles hinter mir zu lassen, und im Radio auf 88.6 zu einer Spendenaktion für eine Familie aufgerufen wurde. Man kann sich da einen Song wünschen und dafür spenden, und sie haben berichtet, dass eine Frau, die anonym bleiben wollte, 5.000 Euro gespendet hat, und sich dafür ein Lied von Herbert Grönemeyer gewünscht hat. Einfach so. Und dann hab ich mir gedacht, es gibt sie, sie sind da draußen, die Guten.

Hört euch das an:

Herbert Grönemeyer - Morgen

Danke.


Dienstag, 9. Dezember 2014

"Das Ende der Zeit".

Nachdem ich beim Weihnachtsgeschichten-Wettbewerb von "ServusTV" mitgemacht habe (und dann vergessen habe, dass ich teilgenommen hatte), hab ich am Wochenende eine Mail bekommen, in der stand, dass ich gewonnen hatte und meine Weihnachtsgeschichte gemeinsam mit 23 anderen aus über 350 Geschichten ausgewählt worden war, um nächste Jahr zu Weihnachten in Buchform zu erscheinen.

Da hab ich mich dann schon sehr gefreut. :-)

Hier der Link (es schaut auf der Servus-TV-Homepage so schön aus!):

http://www.servustv.com/at/Themen/Kultur/Weihnachten/Vorlesen/Das-Ende-der-Zeit

Und hier - die Geschichte:


Das Ende der Zeit

Der Morgen war grau, der Himmel bedeckt und das Land lag vereist und verborgen im Halbdunkel. Kein Laut war zu hören, keine Stimme erhob sich, nicht einmal das allgegenwärtige Dröhnen in der Ferne war mehr zu hören. Es war kalt.

Mehr als zweitausend Jahre waren vergangen. Die Welt atmete aus, in einem langen, lautlosen Wirbeln. Die Stille war ohrenbetäubend, hätte es noch Ohren gegeben, die zu hören bereit gewesen wären. An einem Ort lag alles in Trümmern, denn keine Granate war nicht explodiert, und kein Projektil war unabgefeuert geblieben. An einem anderen schien alles soweit intakt zu sein, aber kein böses Wort war unausgesprochen, kein hasserfüllter Schrei, keine Beschuldigung zurückgenommen worden, und so hing die Bitterkeit, die Enttäuschung und der Schmerz in der Luft, dass man sich daran hätte schneiden können, wäre noch jemand da gewesen. An wieder einem anderen Ort konnte man überhaupt nicht mehr atmen, denn die Luft war verpestet und krank, genauso wie alles andere, das sich dort befand.

Während die Dämmerung voranschritt und sich schließlich zu einem neuen Tag formte, entstieg Gott einer Höhle. Schwer lastete das Geschehene auf seinen Schultern, und das Atmen fiel ihm schwer unter den Tränen, die ihm wie Sturzbäche über die Wangen flossen. Seine Hand griff hier nach einer Stadt, dort nach einem eingestürzten Haus, strich sanft über die Wälder wie über einen Teppich und rührte dann vorsichtig, wie mit einem riesigen Kochlöffel, im Meer. Seine Schritte knirschten nicht im Schnee, und sein Atem kräuselte auch keine kleinen Wölkchen in die Luft. Gott war lautlos.

Und dann, dann legte er ein Kind in eine Krippe.

„Hoffnung“, sagte er zu ihm, und es hallte bis in alle Ecken und Winkel der Welt, „Ich gebe euch nicht auf.“ Und alles, was von seiner Stimme berührt wurde, heilte, verstand, fügte sich zusammen und erschuf sich neu; alles, was verloren war, kehrte wieder heim, und alles, was zerbrochen war, wurde wieder heil; Vergebung flutete das Land, Gerechtigkeit spazierte durch die Städte, Sanftheit und Wärme küssten den kalten Boden.

Jemand zündete eine Kerze an, und erneut wurde es Weihnachten.