Montag, 6. Juni 2016

Wir schauen...

...viel zu wenig Dinge lange genug an. Und wir schauen eigentlich nirgendwo mehr richtig hin. Aber das sollten wir. Und darum hab ich begonnen, Wörter zu sammeln. Das ist nichts Neues bei mir, Wörter sammle ich schon immer. Aber ich finde, manche Wörter kann man schon in Szene setzen. Und das tu ich hiermit. Außerdem wird es Zeit, diesen vertaubten Blog zu reanimieren. Denn ich hab heute gelernt, dass man rausgehen muss mit dem was man sich denkt - und zwar mit den kleinen Dingen. Und dann - plopp - werden sie irgendwann groß.

#foundinthestreets I

 Lange Gasse, ca. Nr. 20, Vienna

 Arena Wien

 Arena Wien

 Arena Wien 

Ok, das ist von Visual Statements. Aber es ist zu gut, es nicht mitzunehmen.

Mittwoch, 9. März 2016

Das Zeilengedicht.

Vor vielen Jahren hab ich dieses Gedicht geschrieben. Und irgendwie - ist heute der richtige Tag dafür.


Bei mir darfst du auch traurig sein


Wenn der Kaffee kalt werden wollte
und trotzdem die Sonne scheint – am Morgen danach,
dann steh ich vielleicht mit dir auf
und frage Gott, wohin er unsren See verbannte
in dem sie der Traum zweier Lieben spiegelte
- widersprich mir nicht!
Das karierte Papier auf meinem Kopfpolster
war ein früher Versuch, zu fliegen, ein Kranich...
Doch als ich sprechen lernte, und schweigen,
zog es dich fort und ich blieb allein.
Ich zerbrach die Verbindung zum Himmel
und schrieb ein Gedicht in den Sand,
als das Licht sich brach an der Vase
floß doch Blut über meine Hand.
Wenn ich dann einsam wo stehe
und dich frage, wohin es dich treibt,
so denkt Gott an die Fische
und streicht mit der Hand übers Meer.
Der Mond sprang silbern und tränennaß
aus meinem Herzen in deine Hand.
Dazwischen lang die zerflossene Rose,
die ich nie wollte, doch die ihm gefällt.
Im Denken und Gehen verblieb ich
mit einem Ring und einem Gedicht,
und als ich sagte, bring mir meinen Mantel,
verstand mich niemand und ich verschwand.
Werde an anderen Orten glücklich,
sagte der Vogel zum Riesen
und zum Abschied küßte die Schlange
meinen Fuß und bald war ich tot.
Und dennoch lebte ich weiter,
denn du dachtest an mich.
Die CD´s und die Stifte wanderten vielleicht
wie dieser liebe Gedanke weit fort,
und nahmen die Musik, die Worte mit sich,
und wollten, daß sie vergessen werden, doch ich
holte mein Schmetterlingsnetz und fing sie ein.
In meinem Haar klebt der Morgentau
und morgen weckst du mich dann auf.
Als ich meine Notenblätter mit dem Wind
und meine Lieder in den Himmel ziehen ließ,
wollte ich mitfliegen, doch nur mein Seidentuch...
Ich wachte nicht auf, als du mich riefst,
denn ich kannte meinen Namen nicht.
Und als ich letztendlich doch wer andrer war,
gab ich auf und wandte mich langsam ab.
Verzeih mir, sprach der Riese,
und stieg mir von der Brust.
Ich lachte nicht.
Doch wenn du zu mir kommst,
mußt du nicht fröhlich sein.
Sei du – das genügt.
                                                                                                                     - Sa, 19.2.2000 -

Dienstag, 2. Februar 2016

Und die Zukunft...

...die kenne ich nicht. Aber das macht nichts, sie ist noch nicht da. Ich bin hier, im Jetzt, in meinem Leben und das ist gut so. Ein Wort, ein Traum, ein Wunsch... und eines nach dem anderen. Darf ich einfach sein, einfach da sein und schauen. Das ist das Gute, Wahre und Richtige. Und es macht nichts. Es ist einfach da. Und ich auch.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Was ich uns allen wünsche.

Ein neues Jahr und wir wissen nicht, was kommt. Ein neues Jahr, an das wir Wünsche haben, in das wir Hoffnung legen, ein neuer Tag. Ein neues Jahr mit vielen Möglichkeiten, dem Gefühl, neue Wege gehen, neue Schritte tun zu können. Ein neues Jahr. 

Was ich uns wünsche.
Leichtigkeit; federnden Schrittes und erhobenen Hauptes hinüberspazieren und annehmen, was da kommen mag. Guten Mutes sein; die Schatten ablegen, hinter sich lassen und das Neue mit offenen Armen und wachem Blick empfangen. Einfachheit; alte Strukturen und Denkmuster loslassen und sich auf den Sinn fürs Wesentliche konzentrieren. Glauben; weil Glaube wichtig ist, gerade in Zeiten wie diesen. Frieden; innen und außen. Wärme; genug Holz zum Heizen und genug Herzenswärme. Fröhliche Gelassenheit, wenn gerade mal nichts anderes hilft. Stille und laute Zeiten. Gesundheit. Feuerwerke und Herzschlag. Tanzschritte am Parkett des Lebens. Gute Worte, Aufmerksamkeit, Geduld und Loslassen. Klarheit. Guten Kaffee. Gute Gespräche. Das Gute überhaupt.
Und über alledem: Die Liebe, die uns durch die Zeiten trägt.


Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachten.

Ein neues Weihnachten kommt heran. Wir legen die Arbeit nieder und kehren heim. Wir lassen das Alte los und finden das Neue noch nicht. Wir hören auf, herumzulaufen und beginnen, nach innen zu schauen, während wir mit Geschenkpapier rascheln und nach den richtigen Worten suchen, die wir  unseren Lieben schreiben wollen. Noch ist alles Äußere wichtiger, doch langsam, Stunde um Stunde, kehren wir nach Hause zurück und werden ruhiger. Das Draußen spielt nicht mehr so eine große Rolle, drinnen leuchten wir mit Kerzenschein in die Winkel unseres Jahres, schauen es an, lächeln über dies, lassen jenes zurück - machen unseren Frieden.
Es duftet schon nach Tannenzweigen. Es wird Zeit...

Sonntag, 29. November 2015

The Sea. (Mauritius in November)

The sound
of the waves
and the sand
under your feet

The eternity
of the water
and the taste
of salt in your mouth

The quiet
and the storm
soft rainfall
and soft wind

The heart
beats slower
you move
without haste

Your thoughts
trail off
and every moment
counts

Your mind
is at rest
you grow into
the world

And then you go home
again
The time
at the sea
is never enough

But it will get you through
winter. 


Sonntag, 18. Oktober 2015

Gehäkeltes. Über die Jahre.

Ich finde häkeln entspannend, meditativ und angenehm. Und so, naja, läppert sich's über die Jahre. :-) Hier ein paar ganz besondere Stücke. Jedes bekommt eine Geschichte, jedes ist einzigartig.
PS - Ich kann eigentlich nur Granny Squares. Da lässt sich aber schon viel damit machen! - Und, seit neuestem, Fünfecke! :-D

Hier das Werk für meine Schwester, als sie ganz dringend was schön Warmes und Buntes brauchte. (2014)

Ähnliche Farben, trotzdem ganz anders. (2014)

Ein Hochzeitsgeschenk - 6 Monate Arbeit, eine riesen Freude und echt edel (2015)



Zwei Bälle für mein Taufkind - na da war ich stolz, als ich raushatte, wie man die Fünfecke zusammenhäkeln, sodass sie einen Ball ergeben! (2015)

Und hier noch ein Schal für meinen Liebsten (2014)

Ein Werk von 2012 oder so - sehr schön und groß und weich, aber beim großen Umherziehen aus unerfindlichen Gründen kaputtgegangen...