Donnerstag, 29. August 2013

About water.

Das Gute an Löchern im Dach ist, dass sie erfordern, dass man handelt. Und dass man erkennt, was wirklich wichtig ist. Und dass man dann einen guten Grund hat, mal wieder so richtig auszusortieren. Das mit dem Aussortieren ist immer so eine Sache - manchmal geht's, und manchmal ist es scheinbar unmöglich, sich von Dingen zu trennen. Aber wenn man dann aus wassertechnischen Gründen gezwungen ist, den Kasten auszuräumen, und alles irgendwo anders zu verstauen, dann beginnt man, darüber nachzudenken, wieviel man davon WIRKLICH braucht. (Und ist fasziniert davon, wie viel eigentlich in so einen Kasten reinpasst!)
Parallel dazu ist es mit dem Leben genauso. Da kommt ein Auslöser von außen, und plötzlich hat man auf manche Dinge einen anderen Blickwinkel. Es verschiebt sich was. Und selbst wenn der Auslöser vielleicht unangenehm oder irritierend ist, wenn man darüber nachdenken oder weinen muss, wenn er momentan aussieht wie ein riesiger Berg, dann erkennt man innerhalb kürzester Zeit doch, dass er bei einem Schritt zurück doch nur ein Kiesel ist, der einen großen Schatten wirft. Oder so ähnlich. Jedenfalls erfordert es manchmal ein wenig geistiger oder emotionaler Distanz, um Dinge geordnet betrachten zu können. In vielen Situationen gelingt uns das nicht, aber dann kommt ein Loch im Dach oder irgend etwas anderes in der Größenordnung, und das rückt dann alles wieder in ein anderes Licht: Da überwiegt dann doch die Freude darüber, dass Veränderung passieren darf, dass man sich auf Neues einlassen darf, dass man Altes aussortieren und hinter sich lassen darf, dass man gesund ist (und vielleicht nur besser die Laktose weglassen sollte), dass man heil ist und richtig im Kopf... und alles andere, das lässt sich richten.


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